Sauna für die Entwässerung

Wasseransammlungen im Körper kommen in unterschiedlichen Ausprägungen vor und können viele verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel kann es sein, dass man abends nach langem Stehen oder Sitzen “schwere” Beine hat. Auch hohe Temperaturen, die der Sommer mit sich bringt, können schuld an geschwollenen Händen und Füßen sein. Und auch vermehrte Wassereinlagerungen aufgrund hormoneller Schwankungen während des weiblichen Zyklus kennt wohl fast jede Frau.

Große und plötzlich stark anwachsende Ansammlungen von Wasser im Gewebe (Ödeme) können aber auch ernsthafte Erkrankungen zur Ursache haben und bedürfen einer ärztlichen Abklärung. Wenn keine schwerwiegenden Probleme wie Herz- oder Nierenerkrankungen gefunden werden, spricht nichts dagegen, lästigen und unschönen Wassereinlagerungen mit natürlichen Mitteln – der richtigen Ernährung zu Leibe zu rücken, sofern man keine Entwässerungspillen kaufen möchte, z.B. in der Apotheke.

Das wird insbesondere dann zum Erfolg führen, wenn das Phänomen ernährungsbedingt auftritt. So können sowohl hoher Salz- als auch Zuckerkonsum ursächlich für vermehrte Einlagerungen von Wasser im Gewebe sein. In solchen Fällen reicht es oft schon aus, diese beiden Zutaten bei der Ernährung maßgeblich zu reduzieren, um eine deutliche Verbesserung festzustellen. Da die meisten Fertiggerichte und Fast Food zumeist nicht nur viel Salz, sondern auch Zucker enthalten, ist es der erste Weg zur Besserung auf einen großen Teil von verarbeiteten Lebensmitteln zu verzichten.

Aber man kann natürlich noch mehr tun. Dabei muss es nicht gleich die neuerdings häufig in diesem Zusammenhang erwähnte Steinzeitdiät sein, mit der man sich ernährt. Aber – eine Ernährung, die überwiegend pflanzlichen Ursprungs ist, die man sich auch selbst kocht und zubereitet, kann bei einer Neigung zu Wassereinlagerungen nie verkehrt sein. Auch wenn man nur einen sogenannten Entlastungstag in der Woche einführt, an dem man überwiegend entwässernde Lebensmittel zu sich nimmt, ist das schon sehr hilfreich.

Neben Reis und auch Kartoffeln gibt es viele Obst- und Gemüsesorten und vor allem auch Kräuter, die besonders gut für eine natürliche Entwässerung des Körpers geeignet sind. Verallgemeinernd könnte man sagen: Alles, was viel Kalium enthält entwässert – jedenfalls, wenn man es nicht mit viel Salz oder auch Zucker zubereitet.

Bei Gemüse ist das zum Beispiel Sellerie, Fenchel und besonders Spargel, dessen Verzehr durch seine harntreibende Wirkung besonders schnell zum Erfolg führt. Hier hilft auch die enthaltene Asparaginsäure die Nierentätigkeit anzuregen, sodass überflüssiges Wasser gut ausgespült werden kann. Und auch wenn es paradox klingt – auch viele Gemüsesorten, die viel Wasser enthalten, tragen durch ihren hohen Kaliumgehalt gut zur Entwässerung bei – so zum Beispiel die Gurke und die Wassermelone. Beim Obst wirken vor allem die Ananas, Birnen und so gut wie alle Beerenfrüchte von der Erdbeere über die Himbeere bis zur Weintraube entwässernd.

Eine einfache und gleichzeitig besonders wirksame Methode zu entwässern ist das Trinken von Kräutertees. Hier ist vor allen Dingen Birkenblättertee oder Brennnesseltee zu nennen. Diese Tees wirken so gut, dass schon wieder davor gewarnt werden muss, es hiermit zu übertreiben. Wer nur noch entwässernde Lebensmittel und große Mengen von Brennnesseltee zu sich nimmt, läuft Gefahr, dabei zu dehydrieren. Auch damit der Kaliumspiegel nicht gefährlich ansteigt, ist es gerade bei einer Entwässerungskur wichtig, genügend zu trinken. Aber wer auf seinen Körper hört, und sein vermutlich vermehrtes Durstgefühl mit noch mehr als den empfohlenen 1,5 bis 2 Litern Wasser oder Kräutertee stillt, kann bei einer natürlichen Entwässerung mit Lebensmittel kaum etwas falsch machen.